Wirtschaft, Politik und Religion im Nahen und Mittleren Osten – Die Krise in Syrien verstehen

Zu diesem interessanten und kostenfreien Vortrag mit Dr. Kamal Sido laden die Volkshochschule Lahr und der Interkulturelle Beirat Lahr im Rahmen der „Interkulturellen Tage“ am Donnerstag, 24. November um 19:00 Uhr in die Kaiserstraße 41 in  Lahr ein.

Nahostreferent Dr. Kamal Sido von der Gesellschaft für bedrohte Völker gewährt einen Einblick in die Geschichte und die aktuelle Situation im Nahen Osten, mit speziellem Blick auf Syrien.

Im Laufe der dortigen Konflikte sind ethnische und religiöse Minderheiten zur Zielscheibe einer radikalisierten, von Islamisten unterwanderten Opposition geworden. Leidtragend ist vor allem die Zivilbevölkerung – schon jetzt sind bereits mehr als 200.000 Menschen getötet worden. Nach fünf Jahren Bürgerkrieg stellt sich die Frage, ob es einen Ausweg aus diesen fürchterlichen Auseinandersetzungen geben wird, und wie er aussehen kann? Dr. Kamal Sido informiert über die aktuelle Lage und die Fluchtbewegungen im Nahen und Mittleren Osten. Der Vortrag ist gefördert aus Mitteln des Programms Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft des Landes Baden-Württemberg.

So sieht eine Tankstelle im syrisch-kurdsichen Afrin aus - Kamal Sido mit einem Yeziden. Foto: Kamal Sido

So sieht eine Tankstelle im syrisch-kurdsichen Afrin aus – Kamal Sido mit einem Yeziden. Foto: Kamal Sido

Referent Dr. Kamal Sido ist 1961 im syrischen Kurdengebiet geboren. Dort ist er aufgewachsen und besuchte die Schule. 1980 ging er nach Moskau, wo er Geschichte und Orientalistik studierte. 1989 promovierte er am Orientalischen Institut der Akademie der Wissenschaften der UdSSR als Historiker-Orientalist. Seit 1990 lebt er in Deutschland. Sido ist Autor einer Reihe von Veröffentlichungen in Kurdisch, Arabisch, Russisch, Deutsch und Türkisch.
Seit April 2006 ist er hauptberuflich bei der Menschrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) als Referent für die Region Nahost in Göttingen tätig.

Burgen im Elsass – VHS-Exkursion am 25.06.2016

Die Burgenvielfalt des Elsass ist nicht allein auf die Vogesen beschränkt.

Ganz im Süden, entlang der Schweizer Grenze, befinden sich einige sehr interessante Burgen, für die sich die weite Anreise lohnt. Beginnend mit der Burg Landskron im Dreiländereck bei Leymen geht die Reise entlang der Grenze und entlang des elsässischen Jura zur stattlichen Burg Morimont. Bei Ferrette liegt auf einem Höhenzug über dem Städtchen die Stammburg der Grafen von Pfirt.

Durch diese drei Burgen sicherte sich dieses Adelsgeschlecht ihre Herrschaft über die südlichste Region des Sundgaus. Wenn man sich schon so weit im Süden befindet, sollte man sich den Abstecher zur Zitadelle nach Belfort nicht nehmen lassen. Im Auftrag des Sonnenkönigs Ludwig XIV. errichte sein Festungsbaumeister Vauban diese Festung zur Absicherung des Zugangs nach Innerfrankreich durch die Burgundische Pforte. Der Löwe von Belfort erinnert noch heute an den Löwen, der sich einst auf dem Lahrer Bahnhofsplatz befand.

Für ein Vesper auf der Burg Morimont sollte Rucksackverpflegung mitgenommen werden.

Die Anreise erfolgt individuell.

Haben Sie Lust bekommen, bei der Exkursion mit Norbert Klein dabei zu sein?
Weitere Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Das Deutsche Tagebucharchiv in Emmendingen – Erfahrungen

Anlässlich der Lahrer Literaturtage „Orte für Worte 2016“machte sich am Mittwoch, 8. Juni 2016, eine VHS-Gruppe auf den Weg nach Emmendingen, um hier ein besonderes Archiv und Museum kennenzulernen. Wir hatten einen tollen Nachmittag! Im Alten Rathaus am Marktplatz ist das Tagebucharchiv untergebracht. Seit 18 Jahren werden hier Tagebücher, Briefwechsel und private Erinnerungen gesammelt.

Dr. Christa van Husen ist eine von 80 Ehrenamtlichen, die das Tagebucharchiv möglich machen. Im stilvollen Alten Ratssaal, der sonst für Trauungen genutzt wird, erläuterte sie den Besuchern, wie das Archiv arbeitet. Wir erhielten einen herausragend guten, mit Humor, Einfühlsamkeit in die vorgestellten Archivalien und präziser Sachkenntnis vorgetragenen Vortrag. Dadurch wurde in unserer VHS-Gruppe eine große Begeisterung für die Arbeit des Tagesbucharchivs geweckt.

Mehr als 15.000 Dokumente wurden seit 1998 angenommen. Die Ehrenamtlichen lesen diese Tagebücher und Erinnerungen und fertigen Kurzfassungen an. Handschriftliches in alter deutscher Schrift oder Sütterlin wird transkribiert, also in unsere aktuelle lateinische Schrift übertragen. Besondere handschriftliche Tagebücher werden komplett abgetippt. Mit ungeheurem Fleiß werden damit die Erinnerungen normaler Leute einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Sehr viele Anfragen zu bestimmten Themen und Zeiten erreichen das Tagebucharchiv. Im Mittelpunkt der Erinnerungen steht die Selbstreflexion, die persönliche Situation, weniger die Zeitgeschichte.

Mit Begeisterung betrachteten wir verschiedene Dokumente: das älteste Tagebuch ist von 1760. Das kleinste ist nur ca. 4 x 5 cm groß, das größte ca. 40 x 40 cm. Beeindruckend oft die gleichmäßige Schrift. Oft mit Zeichnungen oder Fotos versehen. Staunend sahen wir das schön illustrierte Tagebuch Band 179 eines noch Lebenden, der seine fertigen Bände jeweils abgibt – zwei Schränke hat er gleich dazu gespendet. Anrührend das heimlich Tagebuch aus Gefangenschaft, das ein Mann mit spitzem Bleistift auf Zigarettenpapier geschrieben hat. Um es lesen zu können, hat das Tagebucharchiv es vergrößert.

Abgerundet wurde unser Besuch mit einem Gang durch das kleine Museum. Die aktuelle Ausstellung stellt das Familienleben aus 200 Jahren in den Mittelpunkt. In die hier ausgestellten Tagebücher zu schauen, lässt teilhaben an Schicksalen, die nicht immer einfach sind.

Unser Fazit: Das Tagebucharchiv ist super – die Volkshochschule Lahr kommt bestimmt wieder!

Die Bilder wurden der VHS Lahr von Fritz Pachot zur Verfügung gestellt.

Mittelalterliche Buchmalerei – Eine Sprache ohne Worte

Selbstporträt des Buchmalers Rufillus im 12. Jahrhundert

Selbstporträt des Buchmalers Rufillus im 12. Jahrhundert

Im Rahmen der Lahrer Literaturtage 2016 laden Volkshochschule und die Lahrer Freimaurerloge „Allvater zum freien Gedanken“ zu einem Vortrag über die mittelalterliche Buchmalerei am Dienstag, 14. Juni um 20:00 Uhr in das Haus der Freimaurerloge, Friedrichstraße 9 am Urteilsplatz in Lahr ein.

Wie konnte die Kirche zu Zeiten, als der größte Teil der Bevölkerung nicht lesen und schreiben konnte, das Wort Gottes verkünden? Einfache Antwort: mit Bildern! Mit dem Aufkommen der Bücher begann gerade in Süddeutschland die große Zeit der mittelalterlichen Buchmalerei.
Der Vortrag stellt neben der technischen Seite auch die typische Arbeitsweise sowie einige herausragende Werke vor. So zum Beispiel die Bamberger Apokalypse, die im Skriptorium des Klosters Mittelzell auf der Bodenseeinsel Reichenau entstand. Nur mit Hilfe der Buchmalerei war die Kirche in der Lage, das Wort zu verkünden – ganz ohne Worte.

Referent ist Tom Jacob, der Redner der Lahrer Loge. Jacob führt seit 2012 den LahrVerlag und hat als Verleger und gelernter Lithograph ein besonderes Interesse an der Geschichte des Buchwesens.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Thailändische Küche – Ein harmonischer Genuss

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Heute erreichten uns Bilder des Koch-Seminars „Thailändische Küche“, mit denen wir Ihnen gerne Appetit auf mehr machen möchten.
Eine Besonderheit der thailändischen Küche ist die wunderbare, exotische Mischung würziger und farbenprächtiger Zutaten. Dabei ist es überraschend, wie leicht die Zubereitung gelingt.

Mit Kokosmilch, Zitronengras, Galgantwurzel, Palmzucker und Fischsauce bereiteten die Teilnehmenden leckere Gerichte zu, die anschließend in lockerer Runde verspeist wurden.

Haben Sie Lust bekommen, thailändische Gerichte zu kochen? Am 10.09.2016 erscheint das neue VHS-Programm! Sie werden die Rubrik „Internationale Küche“ wieder darin finden.

Auf der Flucht – Matthias Hofmann spricht über aktuelle Entwicklungen

Zu einem Vortrag über die Flüchtlingssituation in der Welt und die Fluchtwege laden die Volkshochschule und der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr am Mittwoch, 15. Juni 2016, um 19:00 Uhr in die Kaiserstraße 41 in Lahr ein.

Auf Grund der sich dramatisch veränderten politischen Situation im Nahen Osten, der Bürgerkriege in Irak und Syrien sowie der Entstehung des Islamischen Staates haben sich seit 2014 eine große Zahl von Menschen der Region entschieden bzw. sind gezwungen worden, ihre angestammte Heimat zu verlassen. Ihre Flucht gleicht oftmals einer Odyssee, bis sie vielleicht eine neue oder vorübergehende Heimat finden können. Auch in Zentral-Afrika begeben sich zurzeit viele Menschen auf den Weg nach Europa, um dort Arbeit und Auskommen zu suchen, da es in ihren jeweiligen Heimatländern keine Arbeit für sie gibt.

Dieser Vortrag will die aktuelle Flüchtlingssituation in der Welt, ihre Ursachen, die Fluchtwege und die persönliche Lage der Flüchtlinge selbst beleuchten.

Matthias Hofmann (47) ist Historiker und Orientalist aus Tübingen. Mit seinem Buch “Schall und Rauch. Der Arabische Frühling in seinen politischen Farben” hat sich der Referent als hervorragender Fachmann für die aktuellen Entwicklungen in der arabischen Welt erwiesen. Als landeskundlicher Berater war Hofmann für die Bundeswehr in Afganistan tätig. Um auch die Situation in Lahr zu betrachten, wird Stefanie Kempchen über die Arbeitsgruppen und Projekte des Freundeskreises Flüchtlinge in Lahr sprechen.

Wir freuen uns auf viele Besuche zu diesem aktuellen Thema.

Der Eintritt beträgt 3,50 EUR/2,50 EUR.

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Kommunikation – oder: wie das Leben so spielt

Zu Hause: Türen knallen, Stimmen werden lauter (gerne auch schriller), manche werden still und sagen gar nichts mehr… Wer hat es nicht schon einmal erlebt: Egal was man sagt, die anderen verstehen es einfach nicht – oder?!
Warum können wir oft in Gesprächen nicht vermitteln, worum es uns (wirklich) geht oder wundern uns über die Reaktion unserer Partner, Kinder, Kollegen/Kolleginnen usw.? Wie funktioniert Kommunikation durch Stimme, Sprache und Körper und wie schaffe ich es, meine eigene Kommunikation für andere deutlicher zu gestalten?

Andere Szene: eine Präsentation vor Kolleginnen und Kollegen (oder den Vorgesetzten) ist gefordert, die Rede vor Vereinsmitgliedern steht wieder an, das Gehaltsgespräch in der Firma oder auch „nur“ die Begrüßung der Gäste auf der eigenen Geburtstags-Feier – manch eine/r hat vor solchen Situationen große Bedenken die passenden Worte zu wählen, sich nicht zu verhaspeln und bei Zwischenrufen angemessen zu reagieren. Diese Gedanken machen uns unsicher und nervös – das merkt unser Gegenüber, egal wie gut wir versuchen zu schauspielern…

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ – Dieses Zitat von Paul Watzlawick haben Sie bestimmt schon einmal gehört. Und eben weil jeder Mensch kommuniziert – ob man will oder nicht – bietet die VHS Lahr in jedem Programm Seminare zu diesem Thema an.
Ob es nun die schwierigen Gespräche sind, die Rede vor größerem Publikum oder der Smalltalk auf der Firmen-Weihnachtsfeier – für viele Situationen wünschen wir uns sicheres, professionelles und authentisches Auftreten. Und genau das kann gelernt und geübt werden!

Effektive Techniken für gelingende Telefonate, Gespräche sicher und souverän führen und auch in problematischen Situationen richtig agieren – Fähigkeiten im Bereich der Sozialkompetenz sind wichtig. Sie können den alltäglichen Umgang mit anderen Menschen erleichtern und geben Sicherheit.

Die Seminare der Volkshochschule Lahr unterstützen Sie dabei, Ihre Kommunikation weiter zu entwickeln. Denn Gespräche in respektvoller und kooperativer Art und Weise zu führen, dient allen Seiten und ist ein zentrales Element für eine gute Verständigung und Zusammenarbeit.

Sie erfahren in Theorie und Praxis von und mit erfahrenen Dozenten und Dozentinnen Grundlegendes über z.B. Körpersprache, Freie Rede, Kundenzufriedenheit, argumentieren und diskutieren, reden und präsentieren, Vortragstechnik, sicheres Auftreten, Redeangst vermindern, professionelles Telefonieren.

Das Gelernte können Sie sofort in Ihrer Familie und am Arbeitsplatz anwenden und ausprobieren!

Speziell für Schüler/Auszubildende/Studierende bieten wir einen Einstieg in Rhetorik an: Rhetorik für Schule, Ausbildung, Uni (ab 16 J.)

In unserem halbjährlichen Programm finden Sie Seminare zu den verschiedenen Themen – für die persönliche Entwicklung und auch speziell für das Arbeitsleben.

Eine Anmeldung durch den Arbeitgeber ist möglich. Weitere Informationen unter Tel. 07821 9180.

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