Auf den Spuren von Barbara Honigmann durch Straßburg

Tagesfahrt mit Zug, Tram und zu Fuß am Samstag, 15. Oktober 2016, ab 9:20 Uhr

An- und Abmeldeschluss: 07.10.2016

Barbara Honigmann, 1949 in Ostberlin geboren, arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. 1984 reiste sie mit ihrer Familie aus der DDR aus und lebt seitdem in Straßburg. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet u.a. dem Kleist-Preis und dem Max Frisch-Preis.
Honigmann erzählt von den großen Brüchen und Verlusten im Leben. Das Buch „Chronik meiner Straße“ ist ein Erinnerungsbuch, das sich einer einzigen Straße widmet, der unscheinbaren französischen Straße „Rue Edel“ in der sie seit über 20 Jahren wohnt. Im Kleinen begegnet sie hier der ganzen Welt – Ein Buch, wie es nur das Leben selbst schreibt.

Nach einem Besuch der Rue Edel mit Lesung kaufen wir auf dem Markt für das gemeinsame Picknick in der Orangerie ein und lauschen dort einer weiteren Lesung (Markt-Einkauf nicht im Preis inbegriffen).
Auf der Rückfahrt werden wir durch das Europaviertel fahren.

Diese Tagefahrt ist eine Kooperation von VHS Lahr und VHS Offenburg.
Anmeldungen für diese Fahrt werden bei der VHS Lahr entgegengenommen.

Außerdem beschäftigt sich auch die philosophisch-literarische Gesellschaft Baden-Baden e.V. mit dem Buch „Chronik meiner Straße“. Die Autorin Barbara Honigmann liest am 20. September um 20:15 Uhr im Spiegelsaal des Kurhauses Baden-Baden aus ihrem Buch vor.

 

Fahrradexkursion auf der Festungsstraße von Straßburg

Während am Wochenende in ganz Deutschland und speziell auch in Lahr die Menschen die deutsche Wiedervereinigung feierten, waren 20 Teilnehmer der Volkshochschule Lahr auf Spurensuche im benachbarten Elsass. Sie gingen der Frage nach, warum die Deutschen einst einen Festungsring rund um Straßburg bauten, um sich gegen das heute befreundete Frankreich zu schützen.
Zu Beginn der Exkursion wurde das Fort Rapp besichtigt, das nördlich von Straßburg am Südrand der Gemeinde Reichstett liegt. Bei einer sehr sachkundigen Führung wurden die Entstehungsgeschichte und die einzelnen Bauelemente erläutert. Im Laufe des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 hatte General August von Werder den Auftrag das bis dahin französische Straßburg einzunehmen. Während der Belagerung vom 15. August bis 28. September 1870 wurde die Innenstadt Straßburgs durch die deutschen Kanonen zerstört, bis die Franzosen unter General Jean-Jacques Uhrich kapitulierten. Als Kriegsgewinn wurde das Elsass dem neu gegründeten Deutschen Reich zugordnet. Der neu ernannte Kaiser Wilhelm I. ließ nicht nur die Altstadt von Straßburg wieder aufbauen, sondern ließ nördlich der Ill die Wilhelminische Neustadt mit großzügigen Plätzen und Prunkbauten im damals üblichen historischen Stil entstehen.
Kaiser Wilhelm I. befürchtete aber, dass die Franzosen irgendwann das Elsass und damit auch die Stadt Straßburg zurückerobern wollten, deshalb errichtet er rund um die Stadt 14 Festungsanlagen, davon drei auf der deutschen Rheinseite. Und zwar in einem wesentlich größeren Abstand zum Stadtkern hin (rund 7,5 km), damit man mit den französischen Kanonen die Stadt nicht erreichen konnte. Den Fehler der Festungsbaumeister des alten Straßburgs wollte er nicht wiederholen.
Im Anschluss an die Besichtigung der Festungsanlage führte Expeditionsleiter Norbert Klein die Fahrradgruppe entlang des seit fünf Jahren eingerichteten und sehr gut ausgeschilderten Radweges „Piste des Forts“ vorbei an den Forts Desaix, Ducrot, Foch und Frére bis zur Festung Kleber bei Wolfisheim und verstand es unterwegs, die Teilnehmer über die Militärgeschichte der damaligen Zeit umfassend zu informieren. Da man auch am Dorf Niederhausbergen vorbeikam, gab es eine Geschichtseinlage aus einer ganz anderen Zeit. Denn hier fand am 08.03.1262 eine grauenvolle Schlacht statt, bei der unzählige Ritter ihr Leben ließen. Die Straßburger Bürger hatten sich gegen Bischof Walter von Geroldseck erhoben, der deren Freiheitsrechts beschnitten hatte. Nach 31 Kilometern, die letzten 30 Minuten entlang des malerischen Rhein-Marne-Kanals, wurde der Ausgangspunkt beim Fort Rapp wieder erreicht.

Europarat und Europaparlament erleben – mit der VHS

Im Programm der VHS Lahr finden Sie eine besondere Fahrt nach Straßburg! Die Fahrt findet, in Kooperation mit der Geschäftsstelle Kehl-Hanauerland der VHS Ortenau, am Mittwoch, 21.10.2015, statt und wird im Rahmen des Programms „Vielfalt gefällt! – 60 Orte der Integration“ der Baden-Württemberg Stiftung und des Ministeriums für Integration durchgeführt.

Beim Besuch des Europaparlaments wird Ihnen das Gebäude von außen und innen genauso vorgestellt, wie die Entwicklung vom Jahr 1957 durch die Römischen Verträge bis hin zur Neuzeit mit den derzeit 28 Mitgliedsländern. Mit rund 79 % der Gesetzgebung, die auch für die Bundesrepublik Deutschland Gültigkeit haben, ist Straßburg ein entscheidender Ort für Europa. Das Herzstück des Gebäudes ist der Plenarsaal, der Teil der Besichtigung sein wird.

Mit dem Europarat, seinen 47 Ländern und seinem ständigen Sitz in Straßburg kommen wir zur Wiege Europas. Auch hier besichtigen wir den Plenarsaal und erfahren, warum Straßburg DER Ort für Europa ist.

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Unser Europatag wird von Klaus Gras, Kehler Gästeführer und Assistent im Europaparlament, geleitet.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, Ihre Anmeldung nur schriftlich bei der Geschäftsstelle Kehl-Hanauerland, E-Mail: kehl-hanauerland@vhs-ortenau.de oder im Internet unter www.vhs-ortenau.de einzureichen.

Das Voodoo Museum in Straßburg – einzigartig in Europa (08.05.2015)

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Mit VHS unterwegs geht es diesmal nach Straßburg ins einzigartige Voodoo-Museum. „Vodou“ bedeutet: die verborgene Welt. Die traditionellen Religionen stammen aus Westafrika. Es geht vor allem darum, mit den toten Ahnen in Kontakt zu treten, wie Museumsleiter Bernard Müller, Ethnologie-Professor aus Paris, sagt. Medizin, Wahrsagerei und Zauberei sind weitere wichtige Themen im religiösen Kult. Voodoo wird heute von ca. 200 Millionen Menschen praktiziert. Die Masken, Kostüme und Kultobjekte wurden von Museumsgründer Marc Arbogast in Ghana, Benin, Togo und Nigeria gesammelt. Im Wasserturm, 1883 im Wilhelminischen Stil erbaut, befindet sich seit 2014 das Voodoo Museum. Früher beherbergte der Wasserturm die Wassertanks für die Dampflokomotiven am nahegelegenen Bahnhof. Die große Privatsammlung zeigt auf drei Etagen Ausstellungsobjekte. An den Museumsbesuch schließt sich ein kleines Essen im Musée d‘Art Moderne (Selbstzahlung) und ein Stadtbummel an.

Weitere Infos

Zusatzfahrt: Berühmte Frauen in Straßburg (am 17.5.2014)

Wegen großer Nachfrage bieten wir nochmal eine Zusatzfahrt „Berühmte Frauen in Straßburg“ mit Ann-Marie Heinzelmann.

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Romantische Plätze, großzügige Boulevards und Alleen: Das ist ein Rundgang, auf dem wir Frauen von gestern und heute begegnen, die die Stadt mitgeprägt haben. Da ist das Parlamentsgebäude Louise Weiss, der Pavillon Joséphine in der Orangerie, Katharina Zell und Elly Heuss-Knapp, Bärbel von Ottenheim, Kaiserin Augusta, die Bürgermeisterinnen Trautwein und Keller, sowie

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Eine Einkehr mit Imbiss am Schluss des Rundgangs gehört bei Interesse dazu (10 EUR Selbstzahlung). Bitte kaufen Sie sich selbst am Bahnhof einen Europass für die Anreise mit dem Zug und die Wege in Straßburg.

 An- und Abmeldeschluss: 09.05.2014

  • Treffpunkt Bahnhofshalle Lahr
  • Termin: Sa. 17.05.2014  / 09:20 – 16:20 Uhr
  • Kosten:21,50 EUR – (zzgl. Anreise: Europass 8,- Euro )
  • Anmeldung