Repair Café Lahr – Zusammen reparieren, statt alleine wegwerfen

Wer kennt das nicht: Die Kaffeemaschine gibt ihren Geist auf – und im Elektrofachgeschäft rät man gleich zum Kauf einer neuen. Am Rucksack reißt der Träger aus, aber für die Reparatur fehlt das nötige Werkzeug – oder die Kenntnis. Also landet vieles auf dem Müll und wird durch Neues ersetzt, obwohl oftmals nur eine Kleinigkeit defekt ist.

Um in solchen Fällen Abhilfe zu schaffen, wurde das Repair Café Lahr ins Leben gerufen.

Das Projekt richtet sich gegen die Wegwerf-Mentalität und Schnelllebigkeit unserer Konsumlandschaft. Es will dazu beitragen, dass Dinge länger genutzt werden können und dadurch Müll vermieden wird. Die Produktion von Konsumgütern benötigt Energie und Rohstoffe, wovon nur dann auch für die nächsten Generationen noch genug vorhanden sein wird, wenn wir sparsam damit umgehen. Außerdem soll gezeigt werden, dass nicht immer die brandneuen, sondern oft auch die liebgewordenen und vertrauten Gegenstände einen besonderen Wert haben.

Veranstalter des Lahrer „Repair Café“ ist der BUND Lahr in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Umwelt der Stadt Lahr, der Volkshochschule und dem Stadtseniorenbeirat Lahr.

Besucher des Repair Cafés könne ihre tragbaren Gegenstände von Zuhause mitbringen. Toaster, Lampen, Föhne, Kleidung, Fahrräder, Spielzeug, Geschirr… alles, was nicht mehr funktioniert, kaputt oder beschädigt ist.
Das Repair-Café versteht sich nicht als normaler Reparaturbetrieb, sondern als Hilfe zur Selbsthilfe, bei dem auch Fachwissen, wie man etwas repariert, weitergegeben wird.

Da dieses Fachwissen auf vielen Gebieten gerade bei älteren Menschen vorhanden ist, während jüngere Menschen im Gegenzug eher bei Kommunikationselektronik und Computern punkten, kann das Repair-Café auch das generationsübergreifende Miteinander fördern.

Beim Repair-Café sind die Organisatoren auf die Mitarbeit möglichst vieler sachkundiger Helfer angewiesen. Wer gern bastelt, mit Lötkolben, Schraubenzieher, Nähmaschine, Leim und mehr umgehen und sich eine Mitarbeit vorstellen kann, ist willkommen. Interessierte können sich per Telefon unter 07821 / 21787 im Bürgerzentrum Treffpunkt Stadtmühle informieren und anmelden.

----------------------------------------------------------------

Zivilcourage kann man lernen

VHS-Workshop vermittelt richtiges Verhalten für Männer und Frauen

Sie werden Zeuge einer brenzligen Situation – was tun?

Zivilcourage zeigen bedeutet, nicht wegzuschauen, sondern aktiv zu werden. Aber wie verhält man sich richtig, wenn sich die Frage stellt, ob man einschreitet oder nicht? Ein Workshop in der Volkshochschule zeigt alltagstauglich, worauf man achten sollte, was man vermeiden sollte, und wie man aktiv werden kann, ohne sich selbst zu gefährden.

In diesem Zivilcourage-Workshop soll das Sicherheitsgefühl der Teilnehmer/innen durch handlungsorientiertes Training in Form von Übungen und Rollenspielen bestärkt werden. Was Sie erwartet: ein engagiertes, freundliches Team, Reflektion eigener Erfahrungen, praktische Übungen und das gutes Gefühl, etwas bewirken zu können!


Dirk Herzbach ist Leiter des Referats Prävention beim Polizeipräsidium Offenburg. Die ehemalige Polizeibeamtin Katrin Kupferschmidt ist inzwischen Präventionstrainerin und bietet seit einigen Jahren u.a. Selbstbehauptungsseminare an.
Der kostenlose Workshop mit vielen Übungen findet am Samstag, 16. April von 9:30 bis 15:30 Uhr im Haus zum Pflug, Kaiserstraße 41 statt. Für Pausenverpflegung ist gesorgt.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Sicherheit im Quadrat“ und wird gemeinsam von Polizeipräsidium Offenburg – Referat Prävention, dem Polizeirevier Lahr und der Stadtverwaltung Lahr durchgeführt.

Anmeldung ist erforderlich bei der VHS unter Tel. 07821/918-0, E-Mail: vhslahr@lahr.de oder im Internet.