Bericht: Ein Gang durch die Friesenheimer Geschichte

Am Freitag, 21. Oktober 2016 fand zum wiederholten Male ein spannender Gang durch die Geschichte Friesenheims  statt. Mit Ekkehard Klem vom Historischen Verein Mittelbaden begab sich die Gruppe zu Fuß auf die Spuren jüdischen Lebens in Friesenheim. Als Kenner der Geschichte seines Heimatortes brachte Ekkehard Klem den ca. 50 Zuhörinnen und Zuhörern das Leben und Schicksal der jüdischen Familien nahe. Auf sehr anschauliche Weise beleuchtete er die Situation der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Ortskern Friesenheims. Jüdische Familien wohnten in Friesenheim und prägten den Handel vor Ort mit ihren Geschäften und Betrieben. Ihr Leben und Wirken in Friesenheim endete am 22. Oktober 1940 mit dem letzten LKW-Sammeltransport nach Gurs. Es war ein hochinteressanter und vor allem ein sehr bewegender Abendspaziergang, der wohl alle Teilnehmenden nachdenklich nach Hause gehen ließ.

VHS beteiligt sich wieder bei den Interkulturellen Tagen 2016 in Lahr

Veranstaltungen für Vielfalt und Verständigung

Die Interkulturellen Tage finden 2016 auf Anregung des Interkulturellen Beirats der Stadt Lahr nach 2014 zum zweiten Mal statt. Vom 17. Oktober bis 09. Dezember 2016 werden 25 unterschiedliche Veranstaltungen angeboten, mit denen die Veranstalter zentrale Aspekte im Kontext von Migration und Integration beleuchten. Sie machen kulturelle Vielfalt sichtbar und erlebbar und stärken das Miteinanderleben in Lahr.
Unter Beteiligung von mehr als 35 Kooperationspartnern bietet das Programm Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Seminare, Vorträge und vor allem Möglichkeiten, sich zu begegnen und kennenzulernen.
Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist das Internationale Lahrer Suppenfest. Es findet am Samstag, 19. November 2019, ab 12:00 Uhr im Max-Planck-Gymnasium statt und ist in diesem Jahr bereits die neunte Auflage der beliebten Veranstaltung. (Quelle Stadt Lahr)

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Die Volkshochschule Lahr ist mit folgenden Veranstaltungen dabei:

Das komplette Programm der Interkulturellen Tage finden Sie hier.

Bericht: Fünf Burgen über den Dächern von Châtenois

Auf seiner sechsten Burgenexkursion am Samstag, 15. Oktober 2016, mit der Volkshochschule Lahr -Außenstelle Mahlberg- brachte Elsasskenner Norbert Klein den Teilnehmenden fünf weitere Burgen nahe.

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Die touristisch überlaufene Hohkönigsburg wurde von der Gruppe nur gestreift, denn diesmal stand dieses Château nicht im Mittelpunkt. Vier weiteren Burgruinen, die sich rund um den Talkessel von Châtenois (auf Elsässisch Kestenholz, auf Deutsch Kastanienholz) auf den einzelnen Berghöhen erheben, waren das eigentliche Ziel.

Die spärlichen Ruinen der Burg Ramstein, die einst als Belagerungsburg erbaut worden war, sollten bei dieser Exkursion ebenfalls eine kleinere Rolle spielen. Doch während des Ausflugs wurde eine Freiwilligentruppe aus dem benachbarten Dorf Scherwiller entdeckt, die einzelne Teile der in Trümmer liegenden Vorburg restaurierte.
Stolz erzählte der Leiter der Baumannschaft wie sich viele der Helfer einen Jugendtraum erfüllen, die zerfallenen Reste der Ramstein wieder zum Leben zu erwecken. Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Scherwiller und der fachmännischen Beratung der Denkmalbehörden, die auch gezielte Vorgaben macht, wachsen nun aus den vor Ort gefundenen Granitblöcken Burgmauern in die Höhe. Die Burg Ramstein gehörte, wie auch das nächste Ziel, die mächtige und imposante Ortenbourg zu den beiden Scherwiller Schlössern.

Die Ortenbourg mit ihrem 28m hohe Bergfried ist hoch oben am Berghang gelegen. Sie war die Stammburg des ersten Habsburgerkönigs Rudolf I. und fällt jedem auf der „Rue Nationale“ vorbeifahrenden Autofahrer auf. Des Königs würdig ist auch das Interieur dieser Burg: das großzügige Ausmaß, die herrliche Aussicht auf die Rheinebene und die prachtvollen Fensterleibungen in den Wohnräumen des Königs und im großen Rittersaal.

Fast allen VHS-Teilnehmern war das nächste Ziel, die Frankenbourg, auf einem Bergkegel hoch über dem Ferienort La Vancelle gelegen, nicht bekannt. Benannt ist diese nach dem ersten Frankenkönig Chlodwig I.. Nachdem bereits die Kelten und die Römer auf diesem strategisch sehr wichtigen Berg über dem Lebertal ihre Spuren hinterlassen hatten, wurde hier auch die Frankenbourg, die wegen ihres gut erhalten Rundturmes bekannt ist, erbaut. Die bedeutendsten Burgbesitzer stammten aus dem Adelsgeschlecht der von Werde, deren Symbole ihres Familienwappen sich in der elsässischen Landesfahne wiederfinden.

Den Abschluss bildete die gänzlich unbekannte Oedenburg. Öd und verlassen liegen die Ruinen dieser Burg seit ihrer Zerstörung im Jahr 1462 im Schatten der benachbarten Hohkönigsburg, die gerade einmal nur 250 m entfernt ist. Trotz dieses „Dornröschendaseins“ lohnt sich ein Besuch dieser Burg schon allein wegen einer Vielzahl von einmaligen Bauelementen, die von einstigem Reichtum der Burgbesitzer zeugen.

Natur und Kultur in Jordanien

“Jordanien – Vom Moses-Berg bis ins Wadi Rum” am Donnerstag, 27. Oktober um 19:00 Uhr  nimmt Bernd Tacke die Zuschauer mit auf eine Reise, die in Schwerpunkten den biblisch-historischen Spuren in Jordanien nachgeht und beeindruckende Naturschönheiten des Landes im Frühling zeigt.

Touristenpolizist in Petra, Jordanien. Foto: Bernd Tacke

Touristenpolizist in Petra, Jordanien. Foto: Bernd Tacke

Beginnend auf dem Mosesberg Nebo und der Stadt Madaba, berühmt durch die antike Landkarte aus Mosaiksteinen, führt die Route nach Bethanien ins Jordantal zur Taufstelle Jesu. Höhepunkt jeder Jordanien-Reise ist der Besuch der Felsenstadt Petra, die in einem Talkessel versteckte Hauptstadt der Nabatäer. Besondere Naturerlebnisse sind das Durchwaten der wasserreichen Schlucht Wadi Bin Hammad und das Durchqueren der roten Sandsteinwüste Wadi Rum. Weitere Ziele sind Aqaba am Roten Meer und das Tote Meer, wo das Baden in dem extrem salzhaltigen Wasser ein Muss ist.

Bernd Tacke ist Realschullehrer im Ruhestand und war bis Ende Juli 2012 Leiter des Kreismedienzentrums Lahr. Das Filmen und Fotografieren ist seit 20 Jahren seine Leidenschaft, seit 2004 lässt er Zuschauer an seinen Reisen in Film- bzw. Bildervorträgen teilhaben. Reisen und Filmen stellen für ihn die ideale Verbindung seiner Hobbies dar. Der Eintritt beträgt 3,50 EUR (2,50 EUR ermäßigt).

 

Bild: Touristenpolizist in Petra, Jordanien. Foto: Bernd Tacke

Schnarchen und Schlafapnoe – VHS-Vortrag am Mittwoch, 19.10.2016

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg statt. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Dr. med. Christian Daxer Fragen zu stellen.

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