Allein in 1064 Tagen um die Welt

Bebilderter Vortrag über die Weltumseglung von und mit Dieter Marx am Donnerstag, 26. November um 19:00 Uhr in der VHS Lahr
Der Eintritt beträgt 3,50 EUR/2,50 EUR. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dieter Marx hat von 2006 bis 2009 mit seinem Segelboot „Lena Ly“, einer Swan 40 Slup, die Welt umsegelt. In seinem Diavortrag erzählt er von seinem Boot, den Stürmen, Heimweh, Einsamkeit, Empfindungen und Ängsten. Von den wunderbaren Begegnungen mit den Einwohnern einsamer Südseeinseln. Vom Geruch, der Weite und Stille des Meeres, dem unendlichen Glück im Einklang mit der Natur. Der „Trans-Ocean“ Verein zur Förderung des Hochseesegelns e.V. verlieh am 21. November 2009 Dieter Marx den Weltumseglerpreis. Da er diese Reise allein meisterte und dabei 38.390 Seemeilen zurücklegte, wurde ihm von der Jury für hervorragende hochseeseglerische Leistungen die „Trans-Ocean-Medaille“ und Blauwasser-Langwimpel zuerkannt.

Die Reise begann am 29. September 2006 in Port-Saint-Louis-du-Rhone in Südfrankreich im Hafen Port Napoleon. Durch das Mittelmeer vorbei an Gibraltar zu den Kanarischen Inseln. Über den Atlantik nach Trinidad und Tobago. Durch die Karibik zu den Niederländischen Antillen, danach nach Kuna Yala, Colon und durch den Panamakanal in den Pazifik. Weiter zu den Las Perlas, Ecuador, Peru, Galapagos, Marquesas, Tuamotu-Archipel, Gesellschaftsinseln, Cookinseln, West-Samoa, Tonga, Fidschi und von Neukaledonien nach Australien.
Jeden Tag wurde genau Logbuch geführt, die Koordinaten, Wind, Wetter, Geschwindigkeit, Luftdruck und besondere Vorkommnisse schriftlich zu Kontrolle festgehalten. Weiter ging die Fahrt innerhalb dem Großen Barriereriff, durch die Torres-Straße in die Arafura See nach Darwin. Von dort in die Timor See zum Ashmore Riff, durch den Indischen Ozean nach Christmas Island, zu den Cocos Islands, weiter nach Rodrigues, Mauritius, Réunion, Richards Bay und Durban Südafrika.
Von 13 Tagen im Indischen Ozean erlebte Dieter Marx 10 Tage Sturm und verlor dabei 3 kg Körpergewicht. Unterhalb Madagaskars geriet er in einen Orkan mit Windgeschwindigkeiten von über 140 km/h und Wellen weit über 12 m Höhe. Ein Überlebenskampf der 8 Stunden andauerte. Im Sturm um das Cape Agulhas und dem Cape der Guten Hoffnung nach Kapstadt. Danach über Namibia, St. Helena, Fernando de Noronha, Brasilien, Suriname, Guyana nach Trinidad und Tobago. Durch die Karibik nach Puerto Rico, den Atlantik nach New York, von dort zu den Azoren, Gibraltar und das Mittelmeer zurück nach Südfrankreich. Die Liste der Häfen und Ankerplätze liest sich wie der Index eines Weltatlas. Am 1. August 2009 machte er am Steg von Port Napoleon fest. Nach 1064 Tagen und 71.100 Kilometern kehrten „Lena Ly“ mit Dieter Marx in ihren Ausgangshafen zurück.

Es war eine lange, schöne und großartige Reise.
Dieter Marx sieht als persönliche Bilanz, dass es ein einzigartiges Erlebnis war. Er hat erfahren, dass man unglaublich stark sein kann, sehr viel erreichen kann, wenn man will. Alles nur im Einklang mit der Natur und vielleicht mithilfe anderer Kräfte. Er hat auch gesehen, dass es nirgendwo ein Paradies gibt. Überall auf der Welt hat er Probleme gesehen: kleine, große und noch größere.

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