Südostasien 2016 – Studienreise für Junge Leute

Fahrradexkursion auf der Festungsstraße von Straßburg

Während am Wochenende in ganz Deutschland und speziell auch in Lahr die Menschen die deutsche Wiedervereinigung feierten, waren 20 Teilnehmer der Volkshochschule Lahr auf Spurensuche im benachbarten Elsass. Sie gingen der Frage nach, warum die Deutschen einst einen Festungsring rund um Straßburg bauten, um sich gegen das heute befreundete Frankreich zu schützen.
Zu Beginn der Exkursion wurde das Fort Rapp besichtigt, das nördlich von Straßburg am Südrand der Gemeinde Reichstett liegt. Bei einer sehr sachkundigen Führung wurden die Entstehungsgeschichte und die einzelnen Bauelemente erläutert. Im Laufe des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 hatte General August von Werder den Auftrag das bis dahin französische Straßburg einzunehmen. Während der Belagerung vom 15. August bis 28. September 1870 wurde die Innenstadt Straßburgs durch die deutschen Kanonen zerstört, bis die Franzosen unter General Jean-Jacques Uhrich kapitulierten. Als Kriegsgewinn wurde das Elsass dem neu gegründeten Deutschen Reich zugordnet. Der neu ernannte Kaiser Wilhelm I. ließ nicht nur die Altstadt von Straßburg wieder aufbauen, sondern ließ nördlich der Ill die Wilhelminische Neustadt mit großzügigen Plätzen und Prunkbauten im damals üblichen historischen Stil entstehen.
Kaiser Wilhelm I. befürchtete aber, dass die Franzosen irgendwann das Elsass und damit auch die Stadt Straßburg zurückerobern wollten, deshalb errichtet er rund um die Stadt 14 Festungsanlagen, davon drei auf der deutschen Rheinseite. Und zwar in einem wesentlich größeren Abstand zum Stadtkern hin (rund 7,5 km), damit man mit den französischen Kanonen die Stadt nicht erreichen konnte. Den Fehler der Festungsbaumeister des alten Straßburgs wollte er nicht wiederholen.
Im Anschluss an die Besichtigung der Festungsanlage führte Expeditionsleiter Norbert Klein die Fahrradgruppe entlang des seit fünf Jahren eingerichteten und sehr gut ausgeschilderten Radweges „Piste des Forts“ vorbei an den Forts Desaix, Ducrot, Foch und Frére bis zur Festung Kleber bei Wolfisheim und verstand es unterwegs, die Teilnehmer über die Militärgeschichte der damaligen Zeit umfassend zu informieren. Da man auch am Dorf Niederhausbergen vorbeikam, gab es eine Geschichtseinlage aus einer ganz anderen Zeit. Denn hier fand am 08.03.1262 eine grauenvolle Schlacht statt, bei der unzählige Ritter ihr Leben ließen. Die Straßburger Bürger hatten sich gegen Bischof Walter von Geroldseck erhoben, der deren Freiheitsrechts beschnitten hatte. Nach 31 Kilometern, die letzten 30 Minuten entlang des malerischen Rhein-Marne-Kanals, wurde der Ausgangspunkt beim Fort Rapp wieder erreicht.

Musik und Politik in Lahr-Kuhbach

25 Jahre Deutsche Einheit

Blasmusik verbindet! Am Sonntag, den 4. Oktober um 10.30 Uhr fand anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Deutschen Einheit ein gemeinsames Konzert der Musikvereine aus den alten und neuen Bundesländern statt. Neben den „Engerdaer Musikanten“ aus Thüringen war der Musikverein Kuhbach e.V. 1903 zu hören. Das Konzert fand in der Festhalle von Kuhbach statt. Für das leibliche Wohl wurde mit Spezialitäten aus Thüringen und Baden gesorgt.

Die Ausstellung „Der Weg zur Deutschen Einheit“ zeigte Fotos und Dokumente über den spannenden Weg Deutschlands von den Leipziger Montagsprotesten bis zum Ende der deutschen Teilung am 3. Oktober 1990. Die Ausstellung wird auch im Haus zum Pflug den gesamten Oktober über zu sehen sein. Die Veranstaltung wurde durch die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau gefördert.

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Das Foto zeigt die Scheckübergabe durch die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau vertreten durch Klaus Bühler (Sparkasse, Bereichsdirektor Markt Lahr), Klaus-Herbert Jung (Musikverein Kuhbach), Carmen Wenkert (VHS Lahr), Guido Schönemboom (Erster Bürgermeister Stadt Lahr)

Spannender Tag in Stuttgart

Am Mittwoch erlebten 26 politisch Interessierte einen spannenden Tag in Stuttgart. Auf Einladung von der Landtagsabgeordneten Sandra Boser (Grüne) besuchte die VHS Lahr den Landtag. Bei einer Besichtigung der grünen Landtagsfraktion konnten wir hautnah erleben, wie Politik im Alltag gestaltet wird. Im Haus der Abgeordneten haben alle Landtagsfraktionen ihre Büros. In schmalen Räumen beschäftigen sich Abgeordnete und ihre Mitarbeiter mit aktuellen Themen. Von der Dachterrasse hatte man einen tollen Überblick über das Stadtzentrum und den Landtag im Baugerüst. Das Landtagsgebäude wird zur Zeit, noch bis ins kommende Frühjahr, umgebaut. Deshalb finden die Debatte des Landtages gegenwärtig im sogenannten Kunstgebäude am Schlossplatz statt.

Auf unserem Weg hierhin wurde es plötzlich brisant: Vor dem Kunstgebäude standen viele Feuerwehrfahrzeuge und alle Abgeordneten, auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Eine Teilnehmerin aus unserer Gruppe nutzte sofort die Gelegenheit, mit dem Landesvater ins Gespräch zu kommen. Zum Glück handelte es sich nur um ein geringfügiges Problem, so dass unserem Besuch im Landtag nichts im Weg stand. Zuvor hatten wir aber noch eine sehr lebendige Diskussion mit Sandra Boser, die den Wahlkreis Lahr im Landtag vertritt. Hier, wie zur Zeit an vielen Orten, stand die Frage der Flüchtlinge im Mittelpunkt. Schließlich saßen wir auf den Besucherbänken im Landtag und folgten der Debatte. Während unserer Zeit fand die Regierungsbefragung statt. Hier stellen die Parteien Fragen zu aktuellen Themen, auf die Minister spontan antworten müssen, ohne die Fragen vorher zu kennen. Es ging um die Abschiebung von abgelehnten Flüchtlingen aus Baden-Württemberg und um das geplante Gefängnis in Rottweil. Beeindruckend war, wie lebhaft es im Plenum zuging. Schließlich war noch genug Zeit für Kaffee im sonnigen Schloßgarten, bevor es durch den dichten Stuttgarter Verkehr wieder zurück nach Lahr ging.

Die Bilder wurden uns zur Verfügung gestellt von Bernd und Irene Prengel, Ferdinand Brandenburger und Dörte Janzen. Vielen Dank!

Skulpturen erzählen Geschichte(n) – in Straßburg

Bei einem Besuch in Straßburg begegnen einem manche Skulpturen – aber welche Geschichten sind damit verbunden?
Diese abwechslungsreiche Erkundung Straßburgs am Samstag, 24. Oktober, entlang des Leitfadens Skulpturen-Figuren-Plastiken und Plätze wird ergänzt durch eine gemütliche Rast in einem Restaurant-Brasserie (Selbstzahlung). Entdecken Sie das herbstliche Straßburg auf eine angenehme Art per Zug, zu Fuß und per Tram mit Abstecher in die Orangerie und den Parc des Contades.
Goethe oder Germania, Mutter Elsass, der Meiselocker oder d’Gänseliesel in der Orangerie, Pierre Pflimlin oder das Herz Europa, Erwin von Steinbach und seine Tochter, Charles de Foucault, General Kleber oder Leclerc, Gutenberg oder d’Iserne Mann – sie alle haben uns eine Menge zu erzählen. Sind Sie neugierig geworden auf Straßburg? Dann kommen Sie mit!

Programm:
Europaviertel: Neuzeit – Politik
Pierre Pflimlin in der Orangerie – Human Rights vor dem Europaratgebäude – „Die Europa  – vor dem Gebäude Winston Churchil“ – Die Mauer – Die gefesselte Menschengruppe vor dem Cour des droits de l homme – Menschenrechtsgerichtshof

Innenstadt: Vergangenheit – Geschichte
Mutter Elsass vor dem Palais du Rhin – Das Aquädukt mit Januskopf vis a vis der Opera – Leclerc Obelisk en face der Opera – Kleber Denkmal auf der Place Kleber – Das Gutenbergdenkmal auf der Place Gutenberg

Esplanade (Modernes Wohn- und Unigebiet) – Moderne
Pallas Athene – Torse des Pyrene´es – und noch 3 weitere.

Eine Kooperation der VHS Lahr und VHS Kehl-Hanauerland. Anmeldung nur bei der VHS Lahr.
Kosten: 21,50 EUR (zzgl. 9,- EUR Europass, zzgl. Restaurantbesuch)