Auf den Spuren des Ersten Weltkriegs: VHS-Teilnehmer besuchen die Feste Kaiser Wilhelm II.

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Eines der Leitthemen der Volkshochschule ist in diesem Jahr der Erste Weltkrieg, der vor 100 Jahren am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung von Österreich/Ungarn an Serbien begann. Mit einer Exkursion ins Breuschtal im benachbarten Elsass hat Kursleiter Norbert Klein die Veranstaltungsserie eröffnet. VHS-Teilnehmer besuchen die Feste Kaiser Wilhelm II. im benachbarten Elsass und den Soldatenfriedhof bei Grendelbruch. Bis Ende des Jahres gibt es noch weitere Veranstaltungen zum Thema (Infos dazu am Ende des Beitrags).

Lahrer Exkursionsteilnehmer auf der Festung nahe Mutzig Foto: Privat

Lahrer Exkursionsteilnehmer auf der Festung nahe Mutzig Foto: Privat

Im Breuschtal stand zunächst die Besichtigung der Feste Kaiser Wilhelm II. bei Mutzig auf dem Programm. Mit einem enormen finanziellen Aufwand war eine elf Kilometer umfassende Festungsanlage gebaut worden, die so viel Geld verschlang, dass für den Bau der Lahrer Infanterie- und die Artilleriekaserne kein Geld mehr zur Verfügung stand. Deshalb waren die Lahrer Ratsherren gezwungen, die Finanzierung der beiden Militäranlagen aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Wäre der Erste Weltkrieg nicht gekommen, so wären die beiden Kasernen aufgrund der Pachtgebühren erst 20 bis 30 Jahre später bezahlt gewesen, so Klein. „Doch leider fielen dem Machtbestreben der damaligen europäischen Herrscherfamilien, die größtenteils sogar miteinander verwandt waren, nicht nur gewaltige Geldsummen, sondern leider auch rund 17 Millionen Menschen zum Opfer.“

Die Lahrer Artilleristen, die sogenannten 66er, wurden zu Kriegsbeginn sofort in die ersten Schlachten südlich des elsässischen Mulhouse mit einbezogen. Am 10. August starben mit Wachtmeister Walther Trübe und den beiden Kanoniers Albert Glatt und Heinrich Kampe die ersten Soldaten. Am 18. August kam es zum erwarteten Angriff der französischen Armee in Richtung der Kaiser-Wilhelm-Festung. Doch die Deutschen waren mit der Einberufung von Tausenden von jungen Männern vorbereitet. Letztendlich wurden die Franzosen mit der Unterstützung der Kanonen der Festung und eines Sturmangriffs zweier Reservedivisionen zurückgeschlagen. Insgesamt wurden an diesem Tag aus vier Kanonen 291 Granaten verschossen, hierbei handelte es sich um den ersten und letzten Kampfeinsatz der 17 Millionen Goldmark teuren Militäranlage. Die Lahrer Exkursionsteilnehmer gaben den toten französischen Soldaten des 18. Augusts mit einem Besuch des Soldatenfriedhofs bei Grendelbruch die letzte Ehre.

Weitere Veranstaltungen: Am Mittwoch, 25. Juni, Vortrag von Thorsten Mietzner: „Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert“;  Exkursion mit Norbert Klein am Samstag, 27. September, zu den Kriegsschauplätzen auf dem Lingekopf oberhalb des Münstertals. Und im Dezember wird es noch eine vierte Veranstaltung geben: am 14. oder 7. November (Datum steht noch nicht ganz fest) folgt der Vortrag „Der erste Weltkrieg in Lahr“ mit dem Referenten Thorsten Mietzner.

(Der Text wurde von unserem Dozenten Herr Norbert Klein zur Verfügung gestellt)

 

 

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